Das Wichtigste in Kürze
- Die Notiz unter 200 Zeichen halten, dann passt sie bei jedem Kontotyp.
- Einen echten Grund für die Vernetzung nennen: gemeinsame Branche, Beitrag, Region, Event.
- In der Kontaktanfrage nichts verkaufen. Sonst sinkt die Annahmequote und dein Konto leidet.
- Die erste Nachricht nach der Annahme startet ein Gespräch, kein Verkaufsgespräch.
- Ein freundliches Follow-up nach einigen Tagen bringt viele zusätzliche Antworten.
Mit oder ohne Notiz: Was bringt mehr Annahmen?
Eine kurze, persönliche Notiz wirkt meist besser als keine. Eine generische Notiz wirkt schlechter als keine.
Ohne Notiz entscheidet der Empfänger nur anhand deines Profils. Mit einer guten Notiz bekommt er einen Grund. Mit einer schlechten Notiz („Ich würde mich gern vernetzen, um Synergien zu besprechen“) bekommt er einen Grund abzulehnen.
Mit einem kostenlosen LinkedIn-Konto ist die Zahl der Einladungen mit Notiz pro Monat begrenzt. Wer viele Anfragen verschickt, fährt mit Premium besser oder setzt die Notiz gezielt bei den wichtigsten Kontakten ein.
Vorlagen für die Kontaktanfrage
Ersetze die Platzhalter in eckigen Klammern durch echte Details aus dem Profil.
Hallo [Name], ich bin auch im Bereich [Branche] unterwegs und vernetze mich gern mit Kollegen aus der Region [Region]. Freue mich auf den Austausch!
Warum es funktioniert: Klarer, ehrlicher Grund ohne Hintergedanken.
Hallo [Name], Ihr Beitrag zu [Thema] hat mich zum Nachdenken gebracht, vor allem [Detail]. Ich würde Ihnen gern folgen und mich vernetzen.
Warum es funktioniert: Zeigt, dass du den Inhalt wirklich gelesen hast.
Hi [Name], wir arbeiten beide mit [Zielgruppe], nur aus unterschiedlichen Richtungen. Fand dein Profil spannend und würde mich gern vernetzen.
Warum es funktioniert: Positioniert dich als Partner, nicht als Verkäufer.
Hallo [Name], ich habe gesehen, dass Sie auch bei [Event] waren. Wie hat es Ihnen gefallen? Würde mich gern vernetzen.
Warum es funktioniert: Gemeinsames Erlebnis ist einer der stärksten Gründe für eine Vernetzung.
Hallo [Name], Glückwunsch zur neuen Rolle als [Position] bei [Unternehmen]! Ich würde mich gern vernetzen.
Warum es funktioniert: Positionswechsel sind ein natürlicher Anlass. Neue Entscheider sind offen für neue Kontakte.
Hallo [Name], ich vernetze mich gezielt mit [Position] in [Branche]. Ihr Profil passt genau dazu. Freue mich, wenn Sie annehmen.
Warum es funktioniert: Transparenz wirkt. Kein vorgeschobener Grund.
Was schreibst du nach der Annahme?
Bedanke dich kurz und stell eine Frage zu ihrer Arbeit oder ihrem aktuellen Schwerpunkt. Erst wenn ein Gespräch läuft, kommt dein Angebot ins Spiel.
Danke fürs Vernetzen, [Name]! Mich würde interessieren: Was ist bei [Unternehmen] gerade das größte Thema für dieses Jahr?
Warum es funktioniert: Offene Frage zu ihren Prioritäten, ohne Verkaufsdruck.
Danke für die Annahme! Kurze Frage aus Neugier: Wie gewinnen Sie aktuell neue Kunden, eher über Empfehlungen oder aktiv über LinkedIn?
Warum es funktioniert: Führt direkt zum Thema, ohne etwas anzubieten.
Danke fürs Vernetzen, [Name]. Ich habe kürzlich [Ressource, z. B. eine Checkliste zu Thema] erstellt, die für [Zielgruppe] ziemlich nützlich ist. Soll ich sie Ihnen schicken?
Warum es funktioniert: Fragt erst um Erlaubnis, bevor ein Link kommt.
Hallo [Name], meine Frage von letzter Woche ist bestimmt untergegangen. Ist [Thema] bei Ihnen gerade überhaupt ein Thema?
Warum es funktioniert: Freundlich, kurz, mit einfacher Ja-Nein-Frage.
Welche Fehler senken die Annahmequote?
- Pitch in der Notiz: „Ich helfe Unternehmen, ihren Umsatz zu steigern“ ist ein Ablehnungsgrund.
- Leere Floskeln: „Synergien“, „Austausch auf Augenhöhe“ ohne konkreten Bezug.
- Falsche Zielgruppe: Unpassende Anfragen werden abgelehnt oder als unbekannt markiert.
- Zu viele Anfragen am Tag: Hohe Mengen führen zu Einschränkungen. Lieber 20 bis 25 gute als 100 schlechte.
- Pitch direkt nach der Annahme: Der Klassiker, der jedes Gespräch beendet, bevor es beginnt.
Kann man personalisierte LinkedIn-Anfragen automatisieren?
Ja. KAI schreibt jede Notiz und Nachricht passend zum Profil, verschickt bis zu 25 Anfragen pro Tag, fasst nach und bucht Termine.
Vorlagen sind ein Anfang. Wer täglich 25 Profile lesen und Notizen anpassen muss, gibt nach zwei Wochen auf. KAI übernimmt das komplett: Du gibst eine LinkedIn-Suche vor, der Rest läuft automatisch, bis der Termin in deinem Kalender steht. Mehr dazu: LinkedIn-Akquise automatisieren.
Häufige Fragen
Wie lang darf die Notiz einer LinkedIn-Kontaktanfrage sein?
LinkedIn begrenzt die Länge der Notiz, je nach Kontotyp auf etwa 200 bis 300 Zeichen. Wer unter 200 Zeichen bleibt, ist auf der sicheren Seite. Kürzer wirkt ohnehin besser.
Duzen oder Siezen auf LinkedIn?
Orientier dich an der Branche und am Profil. In Startups, Marketing und Tech ist Duzen verbreitet, in klassischen Branchen und bei Geschäftsführern größerer Unternehmen eher das Sie.
Wie viele LinkedIn-Kontaktanfragen pro Woche sind möglich?
LinkedIn begrenzt die Einladungen pro Woche, die genaue Grenze hängt vom Konto ab und wird nicht offiziell veröffentlicht. Mit 20 bis 25 gut ausgewählten Anfragen pro Werktag bleibst du unauffällig.
Soll ich nicht angenommene Anfragen zurückziehen?
Ja, nach drei bis vier Wochen. Viele offene Anfragen können sich negativ auf dein Konto auswirken.